Was ist rituelle Gewalt?
Es gibt keine international einheitlich verwendete Definition von ritueller Gewalt. Unter ritueller Gewalt wird in der Regel die Ausübung von schwerer körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt in einer Gruppe verstanden. Die Gewalt richtet sich gegen Kinder und Jugendliche und wird meist über einen längeren Zeitraum immer wieder wiederholt. In den meisten Fällen wird diese Form der Gewalt durch eine Ideologie, oder als quasi religiös, gerechtfertigt. Rituelle Gewalt kann gegen sich selbst, beispielweise religiöse Selbstbestrafung oder gegen andere Menschen gerichtet sein. Außerdem bestehen häufig Verbindungen zur organisierten Kriminalität, zum Beispiel Menschenhandel, Zwang zur Prostitution oder Drogenhandel. Angehörige einer Gruppierung, in der rituelle Gewalt ausgeübt wird, werden außerdem zum Schweigen verpflichtet. Ein Ausstieg aus solch einer Gruppierung wird den betroffenen Personen erschwert. Sie werden oft unter Druck gesetzt, erpresst und verfolgt.
Es gibt Gruppierungen, in denen Familien über mehrere Generationen von ritueller Gewalt betroffen sind. In diesen Fällen werden Kinder im frühen Alter an Täter, Kult und Ideologie gebunden. Bei diesen Kindern findet eine systematische Konditionierung und Programmierung, auch unter Mind Control bekannt, statt. Ziel dieser Form von Mind Control ist es, eine innere Parallelwelt zu erschaffen, welche durch Täter jederzeit abrufbar und steuerbar ist und für die das Kind und später der Erwachsene im Alltag keine bewusste Erinnerung hat.
Die Frauenberatungsstelle Meschede bietet auch zum Thema rituelle Gewalt Beratung und Unterstützung für Frauen an.
berta-Telefon
0800 30 50 750
Beratung und telefonische Anlaufstelle für Betroffene organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt